Baden-Württemberg gilt seit Jahrzehnten als Land der Tüftler und Ingenieure – geprägt von Industrie, Mittelstand und dem Anspruch, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Genau diese Haltung braucht es jetzt auch bei der kommunalen Energiewende: Viele Städte und Gemeinden im Land verfügen über enormes Potenzial auf ihren Dächern, stehen aber – wie überall – vor knappen Kapazitäten und der Frage, wo sie überhaupt anfangen sollen. Dabei geht es oft weniger um Beratung als um jemanden, der zuhört, versteht, wie Verwaltung funktioniert, und der auch dann noch dranbleibt, wenn es an die Umsetzung geht.

Mein Name ist Karl Groß und ich bin in Heilbronn geboren und aufgewachsen. Baden-Württemberg ist und bleibt mein Zuhause. Genau deshalb liegt mir die Zukunft dieser Region besonders am Herzen.
Was mich bei der Arbeit mit Kommunen am meisten umtreibt, ist der Kapazitätsmangel, den ich in fast jedem Gespräch spüre – ob personell oder finanziell. Viele Verwaltungen wollen die Energiewende voranbringen, haben aber weder Zeit noch Ressourcen, um allein den ersten Schritt zu machen. Genau hier setze ich an: mit einem klaren Blick auf den vorhandenen Gebäudebestand, einer ehrlichen Einschätzung der Potenziale und dem Mut, Kommunen zu sagen, wo sie ansetzen sollten, statt Dinge aufzuschieben. Diese Herangehensweise habe ich über unzählige Gespräche mit Bürgermeister:innen, Klimaschutzmanager:innen oder technischen Dezernaten geschärft. Dabei ist mir wichtig: Wir packen mit an und bleiben dran, bis ein Projekt wirklich steht – keine Konzepte für die Schublade, sondern Umsetzung bis zum Ende.
Wenn ich einen Ort nennen müsste, der zeigt, warum mir diese Arbeit so wichtig ist, dann sind es die Weinberge am Gaffenberg bei Heilbronn. Von dort sieht man die ganze Stadt auf einen Blick: das neue Kraftwerk, die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Stadt, die Natur drumherum – und genau dieses Bild will ich erhalten. Baden-Württemberg entwickelt sich gerade rasant mit Heilbronn als aufstrebendem Zentrum für Zukunftstechnologien weiter. Deswegen will ich, dass die kommunale Energiewende bei dieser Entwicklung nicht hinterherhinkt, sondern vorangeht. Das treibt mich an: Kommunen dabei zu unterstützen, dass aus gutem Willen konkrete Projekte werden.
Am liebsten bin ich draußen – beim Spazieren durch die Weinberge, beim Training im Wald oder gemeinsam mit meinem Sohn unterwegs. Einmal im Jahr wird daraus mehr: der Trollinger-Halbmarathon durch die Heilbronner Hügel. Genau diesen Schwung bringe ich auch in Gespräche mit Kommunen mit. Ein Klimaschutzmanager etwa war kurz vor seiner Elternzeit eigentlich überzeugt, dass sich vorher nichts mehr bewegen lässt – am Ende hat er sich doch noch die Zeit für einen Termin genommen. Später hat er einem Kollegen erzählt: „Hat sich doch das Kämpfen mit dem Herrn Groß gelohnt." Genau für solche Momente mache ich diesen Job.

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